Wer war Gustavo Cabrera?
Sein Lebenslauf
Sein Leben in Kolumbien
Gustavo Cabrera Oliveros wurde am 13. Juli 1971 in Ibagué / Kolumbien als jüngstes von sieben Kindern geboren.
In Kolumbien spielte und spielt auch heute noch die Musikerziehung eine große Rolle. Schon früh wurde Gustavos musikalisches Talent entdeckt. Während der Schulzeit von 1980 bis 1987 erhielt er eine musikalische Vorbildung und ein Jungstudium für Horn am Musikkonservatorium Tolima in Ibagué, das er 1987 mit dem Titel „Maestro en Música“ abschloss.
1988 wechselt Gustavo an das Konservatorium der Nationalen Universität Kolumbiens in Bogotá. Er studiert dort im Hauptfach „Horn“ bei Luis Pérez und Sergio Cremarschi und in den Nebenfächern Klavier und Gesang. 1991 schließt er das Studium als Hornist mit dem Prädikat „Auszeichnung“ ab. Sein drittes Diplom.
Bereits während seines Studiums sind seine künstlerischen Aktivitäten sehr umfangreich. Schon seit 1988 spielt er als Aushilfe im kolumbianischen Nationalen Sinfonie-Orchester und im Philharmonischen Orchester Bogotás. Seit 1989 bis 1991 ist er Solo-Horn des Nationalen Blasorchesters in Bogotá und Erstes Horn beim lateinamerikanischen Jeunesses Musicales Orchester in Bogotá. Zudem bestreitet er zahlreiche Konzerte als Solist und mit Kammermusikensembles in Kolumbien. 1991 wird Gustavo Hornlehrer an der Schule der Stiftung des Nationalen Jugendorchesters Kolumbiens.
Sein Leben in Deutschland
1993 beginnt Gustavo als Stipendiat des „Deutschen Akademischen Austauschdienstes“ ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und studiert Horn bei Prof. Erich Penzel. Im Jahr 2000 schließt er das Studium der Instrumentalpädagogik (Horn) an der Hochschule für Musik Detmold, Abteilung Münster ab. Der vierte akademische Abschluss. Es folgt ein Studium der Allgemeinen Musikerziehung an der Musikhochschule Detmold, Abteilung Dortmund bei Frau Christine Hartmann Hilter von 2000 bis 2002, Hauptfach: Horn, Nebenfächer: Gesang, Klavierimprovisation, Arrangement, Percussion und Sprecherziehung mit dem Abschluss im Fach Schlagwerkspiel und -improvisation. Der fünfte akademische Abschluss. Schließlich studiert Gustavo von 2001 bis 2003 Allgemeine Musikerziehung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Dr. Claudia Meyer sowie Stimmbildung/Gesang bei Phillip Langshaw mit dem Abschluss: „Diplom Musikpädagoge“ im Studiengang Musikpädagogik der Studienrichtung Allgemeine Musikerziehung. Der sechste akademische Abschluss.
Von 1997 bis 2011 war er Dozent für Sprachkurse sowie Kurse, die Musik und Sprache verbinden, an der Volkshochschule Köln. Seit 1999 absolvierte er mehrere Praktika bei der Rheinischen Musikschule der Stadt Köln. Von 2003 bis 2004 arbeitete er als Lehrer an der Offenen Jazzhausschule in den Bereichen Musikalische Früherziehung und Musikalische Grundausbildung, leitete verschiedene „Youngster Bands“ und Projekte an Grundschulen wie „Kinder aus aller Welt“ und wirkte mit an Konzeption und Aufführung des Kinderkonzerts „Feuer, Wasser, Erde, Luft“. Seit 2003 bis zu seinem Tod war Gustavo Lehrer an der Rheinischen Musikschule der Stadt Köln und seit 2008 bis zuletzt Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Fachbereich Elementare Musikpädagogik für die Fächer „Didaktik der Musikalischen Früherziehung und der Musikalischen Grundausbildung – Schwerpunkt Praxis“.
Ein allumfassendes Kreativzentrum - von klein bis groß, von populär bis klassisch
Gustavo spielte nicht allein Horn, sondern auch Gitarre, Klavier, Trompete und Percussion. Zudem hatte er eine wunderbare Singstimme. Zu diesem musikalischen Talent gesellte sich seine Empathie und Zugewandtheit den unterschiedlichsten Menschen gegenüber.Im Mittelpunkt seiner beruflichen Tätigkeit standen neben dem Instrumentalunterricht vor allem die „Musikalische Früherziehung“ für Vorschulkinder und die „Musikalische Grundausbildung“ für Kinder von sechs bis sieben Jahren, aber auch Kurse für Erwachsene z.B. im Rahmen des Projektes der Bertelsmann-Stiftung und der Volkshochschule Köln „Kita macht Musik“ für Erzieherinnen und Erzieher. An der Rheinischen Musikschule leitete er Ensembles wie „Klassenmusizieren an Grundschulen“, „Bläserklassen“, Kinderchor und Vokal- Ensembles sowie Eltern-Kind-Gruppen. Zudem beteiligte er sich an Konzeption und Durchführung von Kinderkonzerten sowie interkulturellen Projekte wie „Kinder singen für die Welt“.
Darüber hinaus entwickelte und organisierte er eine Reihe von innovativen Unterrichtsangebote der Rheinischen Musikschule: das „Ensemble Kunterbunt“, Percussionklassen, Kinderkonzerte, Kindermusicals mit den Kinderchören der Musikschule und den Sing-AGs verschiedener Grundschulen, denen er die wohlklingenden Namen „Nippeser Erdmännchen“ und „Die singenden Eichhörnchen“ gab. Er leitete auch das Karaoke-Projekt „Von der Wanne auf die Bühne“, bei dem seit 2007 jährlich ein Workshop für Sänger zwischen 5 und 60 Jahren als „Großer Gesangsmarathon für Kinder und Erwachsene mit Bandbegleitung“ durchgeführt wurde.Gustavo komponierte auch Lieder, die er im Unterricht verwendete. Das „Lied der Glatzköpfigen“ und die "Tarantella Giocosa" bauen aufeinander auf. Die Tarantella ist ein süditalienischer Volkstanz, der sich durch einen schnellen und lebhaften 6/8-Rhythmus auszeichnet.
Luciano, der singende Barbier von Venedig.
(pdf)
Musik für Erwachsene
Hinweis: Mit der Maus in eines der Bilder gehen. Es erscheint eine Hand. Nun die Hand rauf oder runter schieben und die Bilder bewegen sich.
Freiberuflicher Hornist und Sänger
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit war Gustavo als freiberuflicher Hornist und Sänger in verschiedenen Kammermusikensembles und Chören tätig. Neben eigenen Konzerten gestaltete er verschiedene Konzerte und Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Singen“. Dazu gehören etwa CD-Aufnahmen und Produktionen des WDR.
Portraits im Wandel der Zeit
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Tod am 20. November 2014